Nächste Probe und öffentliche Kurzaufführung:

Öffentliche Auftritte:

► Die Rappelsnuten:

Rappelsnuten


Sie spielen häufig gedankenverloren im Matsch, klettern auf Bäume, sind zu Streichen aufgelegt, sie haben eine lockere  Snut, d. h. sie können:

  • klötern
  • plötern
  • rötern
  • snötern
  • quasseln
  • rasseln
  • rappeln
  • sabbeln


Daher der Name Rappelsnuten und die Erkennungsmelodie "Wi sünd de Rappelsnuten..."


Kinder lachen bis zu 400-mal am Tag, Erwachsene nur maximal 18-mal am Tag. Das will ich bei den Erwachsenen ändern. Stets soll neben den wenigen besinnlichen Beiträgen der fröhliche und lustige Teil im Vordergrund der Veranstaltung stehen.

Sind unter den Gästen Kinder oder Jugendliche, die zum Anlass der Veranstaltung gerne etwas in plattdeutscher Sprache beitragen möchten, gibt  Jan Rappelsnut einen kleinen Text (Gedicht oder Döntje) weiter, verschenkt zwei CD mit den Rappelsnutenliedern, übt möglicherweise in einem Schnellkurs von wenigen Minuten - und schon sind wieder Rappelsnuten dabei.

Die Rappelsnuten waren fast 35 Jahre weit über die Landesgrenzen hinaus bei Insidern ein fester Begriff und ein Geheimtipp für Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, bei Dorf- und Feuerwehrfesten, bei Vereinen und Seniorenveranstaltungen sowohl in Schleswig-Holstein als auch den angrenzenden Bundesländern.

Nach dem vorläufigen Ende der "Rappelsnuten" bietet Diethard Wittholz, alias Jan Rappelsnut, ein ähnlich begeisterndes Programm.

Bei allen Auftritten findet sich der Zuschauer oder die Zuschauerin wieder in heiteren fiktiven Erzählungen, in Anekdoten aus mündlichen Volksgut-Überlieferungen, also den plattdeutschen Döntjes. Sind unter den Zuschauern z.B. Handwerker, Golfer, Angler, Arzt, Polizist, Bauer, gemütliches Ehepaar, Vater, Mutter, Journalist, Pastor, Eisenbahner, Frau mit Hund, Beamter, Lehrerin, Oma, Opa – schon wird ihr Name mit dem passenden Döntje verbunden.

Mit den Liedern werden die Zuhörer erinnert an in ihre eigene plattdeutsche Vergangenheit oder an die ihrer Vorfahren. Die Begeisterung der Zuschauer ist stets überwältigend und hat schon häufig zu Wiederholungen mit geändertem Programm geführt.

Die Döntjes und die Lieder zur Gitarre haben sehr, sehr vielen Mitbürgern ein Lachen auf das Zwerchfell und ein Lächeln auf die ernsten Gesichter gezaubert ...

► Die Ziele:

Ick bün keen Schoolmeister

Ja, ich wollte gerne Lehrer werden, aber das Geld für solch ein Zweit-Studium hatte nicht gereicht. So habe ich mich darauf beschränkt, möglichst viele Kindern mit der plattdeutschen Mundart vertraut zu machen.

Als mich im Jahr 1983 der Schulleiter der Gerhard Hauptmann Schule in Stockelsdorf, Herr Carstensen, fragte, ob ich zwei Schülerinnen seiner Schule bei der Vorbereitung zum plattdeutschen Vorlesewettbewerb helfen möge, konnte niemand ahnen, dass sich daraus eine bis heute aktive plattdeutsche Kindergruppe entwickeln würde. Starthilfe gaben die „Lübecker Nachrichten“ mit redaktioneller Unterstützung.

Ich machte diese Idee zu meinem kulturellen Anliegen, gab meine Mitarbeit an der niederdeutschen Bühne Neumünster auf und widmete mich ganz den Kindern. 
Diese Gruppe wurde bald im ganzen Land unter dem Namen „Rappelsnuten“ bekannt. Nachdem jedoch auch in anderen Landesteilen Kita- und Kindergruppen denselben Namen benutzten, änderte ich (Jan) den Namen in „Jan un sien’ Rappelsnuten“.

Seitdem waren zwischen Brokdorf und Heiligenhafen, zwischen Flensburg und Hamburg über 1500 Kinder bei „Jan un sien’ Rappelsnuten“ einige Wochen oder mehrere Jahre aktiv. Einige von ihnen konnten bereits plattdeutsch sprechen, andere haben es bei der Gruppe gelernt. So half ich den Schülern beim Erlernen der plattdeutschen Sprache und auch beim plattdeutschen Vorlesewettbewerb der Schulen.

Die Kinder und Jugendlichen sollten spielerisch die plattdeutsche Sprache kennen lernen und möglichst viel sprechen können. Es sollte ihnen bewusst werden, dass sie mit ihrer plattdeutschen Sprache, ihrem plattdeutschen Empfinden, ihrem plattdeutschen Humor eine Brücke schlagen können zwischen Stadt und Land, zwischen Jung und Alt, zwischen Armen und Reichen, zwischen  Handwerkern und Akademikern.

Bei der Probenarbeit mit Kindern kamen mir die Erfahrung mit eigenen Kindern, meine einstige Mitwirkung im Ohnsorg - Theater und meine Sprecherfahrung bei Hörspielen des NDR in Hamburg und Bremen zugute.

 

                                                                                                                                                                             


Die Ziele

Die Kinder und Jugendlichen sollten spielerisch die plattdeutsche Sprache kennen lernen und möglichst viel sprechen können. Es sollte ihnen bewusst werden, dass sie mit ihrer plattdeutschen Sprache, ihrem plattdeutschen Empfinden, ihrem plattdeutschen Humor eine Brücke schlagen können zwischen Stadt und Land, zwischen Jung und Alt, zwischen Armen und Reichen, zwischen Handwerkern und Akademikern.

Nebenbei wurden gefördert:

- freie Rede,
- Körperhaltung,
- Ordnung,
- Lernfähigkeit,
- (Schau-)spielen, singen, tanzen,
- Kameradschaft und Freundschaft mit älteren und jüngeren Menschen,
- Erfahrung von Anerkennung der eigenen Leistung,
- Achtung vor dem Alter.

► Wie alles begann:

Als im Jahr 1984 der Schulleiter der Gerhard Hauptmann Schule in Stockelsdorf den Dipl. Ing. Diethard Wittholz fragte, ob er zwei Schülerinnen seiner Schule bei der Vorbereitung zum plattdeutschen Vorlesewettbewerb helfen möge, konnte niemand ahnen, dass sich daraus eine bis heute aktive plattdeutsche Kindergruppe entwickeln würde. Diese Gruppe wurde bald im ganzen Land unter dem Namen „Rappelsnuten“ bekannt. Nachdem auch in anderen Landesteilen Kindergarten- und andere Kindergruppen denselben Namen benutzten, änderte Diethard Wittholz (Jan) den Namen in „Jan un sien’ Rappelsnuten“.

Seitdem sind zwischen Brokdorf und Heiligenhafen, zwischen Flensburg und Hamburg über 1300 Kinder bei „Jan un sien’ Rappelsnuten“ mehr oder weniger aktiv gewesen. Einige von ihnen hatten die plattdeutsche Sprache bereits mit in die gemeinsame Probenarbeit eingebracht, andere hatten sie bei der Gruppe gelernt. 

Bitten um Auftritte kamen aus Schleswig-Holstein und den angrenzenden Ländern, vom Fernsehen und vom Rundfunk und aus den USA.

Die Zuschauer freuten sich über „Döntjes, Riemels, Lüdsnacks, Leeder un Dänze“ der quirligen Sprösslinge um „Jan Rappelsnut“. 

Leider musste der Fortbestand der "Rappelsnuten" im Mai 2017 zumindestens unterbrochen werden.

Warum?

Nun, die kleinen Kinder - die jüngste Rappelsnut war zuletzt 3 Jahre alt - sprechen und verstehen kein Plattdeutsch, deren Eltern ebenfalls nicht. Die Großeltern sprechen die Sprache nicht. Sie verstehen sie nur. Lediglich die Urgroßeltern (ca. 80 Jahre alt) verstehen  u n d  sprechen noch Plattdeutsch.

Seitdem die Kinder in 8 Jahren das Abitur schaffen müssen, bleibt ihnen am Spätnachmitttag nach der Schule keine Zeit für das Hobby "Rappelsnuten". Dabei müssten sie wegen der fehlenden oder mangelhaften plattdeutschen Sprachkenntnisse wesentlich mehr dafür lernen als die Kinder vor 20 Jahren.

Wenn sich nun in einem Ort in der Nähe von Lübeck mindestens 10 Kinder finden, die fröhlich lernen wollen, plattdeutsch zu sprechen und zu singen, dann kann es weitergehen mit "Jan un sien' Rappelsnuten" 

 

► Jan Rappelsnut:


Keen ick bün? Ganz eenfach:

geboren in Hamburg,
Flüchtling ut Mecklenburg (Neubrandenburg),
opwussen in Itzehoe,
to School gahn in Wilster,
lehrt heff ick in Elmshorn,
studeert in Hamburg,

heff twee Kinner ut de erste Ehe un twee Kinner ut de tweete Ehe. De Kinner sünd all groot un hebbt dat Nest verlaten.

Ick wahn nu mit mien Fru Carmen tofreden in uns lütt smuck Hus bi Lübeck.